Ingress – das „Augmented Reality Game“ von Google

Multiplayer mal anders

Alle Welt redet darüber. Aber was ist das eigentlich? Ganz einfach, das ist eine Gruppe von mehreren, meist jungen Personen, die mit Smartphone (Android, iPhone) und Tablets bewaffnet durch die Innenstädte ziehen. Zunächst zwar nichts Besonderes, auffällig wird es aber, wenn diese Personen vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder öffentlichen Gebäuden stehen bleiben und gestikulierend irgendeiner Beschäftigung nachgehen. Dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um aktive Ingress-Spieler.

Gut, das waren jetzt, nicht ganz ernst gemeint, die „Symptome“ von Ingress und die sagen nicht wirklich etwas zu den Inhalten des Spiels aus.

Beginnen wir mit dem Zusatz-Titel: „Augmented Reality Massive Multiplayer Online Game“, was frei übersetzt so viel bedeutet wie: ein die Realität erweiterndes Vielspieler-Onlinespiel.

Reicht das als Erklärung? Mir nicht!

Die Story zum Spiel:

Wissenschaftler haben eine neue Energieform, die unseren Planeten versorgen kann, entdeckt. Wie im richtigen Leben, bilden sich alsbald zwei Gruppierungen, die „für“ oder „gegen“ diese neue Energie sind. Das gibt es zum einen die „Erleuchteten“ (Enlightened), die die neue Energie befürworten und zum anderen den „Widerstand“ (Resistance), der Schaden von der Menschheit, durch diese Energie verursacht, abwenden möchte. Unterstützt werden die „Erleuchteten“ durch die „Former“ (Shaper). Diese sind Aliens von einem nicht näher bezeichneten Planeten und sollen, so die Vermutung, die Entscheidung für die eine oder andere Seite beeinflussen wollen. Zu betonen sei, dass es in dieser Geschichte keine vordefinierte Rolle für „das Gute“ und „das Schlechte“ gibt. Vielmehr neigt sich die Waage durch den Spielfortschritt in die jeweilige Richtung.

Ziel ist es, möglichst viel XM (Exotic Matter), sprich von dieser neuen Energie, zu sammeln. Und dafür muss man „Portale“ miteinander verbinden, wofür man allerdings auch Energie benötigt (ohne Einsatz kein Gewinn), die man durch die Anwesenheit der Mitspieler erhält.

Verwirrt? Ok, genug der Theorie, ab zur Praxis.

Das Spiel:

Man setze sich zu Hause vor den PC und rufe http://www.ingress.com/intel auf. In der Karte zoomt man sich in die eigene Umgebung und sucht nach den Portalen. Hat man eins gefunden, macht man sich mit vollem Akku auf den Weg zu diesem Portal. Und „auf den Weg machen“, heißt wirklich auf den Weg machen. Es geht ab ins Freie. Also nichts für Couchpotatoes!

Der Anfang ist gemacht. Von nun an geht es darum, „Portale“ zu hacken und zu verlinken, „Resonatoren“ zu platzieren, „XM“, „Action Points“ zu sammeln und Kontrollfelder zu erstellen. Doch bedenke eines: Wer sammeln, hacken und aufbauen kann, der hat in aller Regel auch einen Gegenspieler, der genau das gleiche Ziel hat und ggfs. die eigenen Bemühungen zunichtemacht oder gar stiehlt.

Damit wollen wir es bewenden lassen. Das Spiel in Gänze hier zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Außer vielleicht dem Hinweis, dass, sollte kein Portal in der Nähe zu finden sein, man ein solches selber melden und erstellen lassen kann.

Das Spiel ist eine Mischung aus „Geocaching“ und Alienverschwörung. Es hat den Vorteil, dass man raus ins Freie muss und dabei  jede Menge Leute kennenlernen kann. Um richtig Erfolg zu haben, muss man sich mit diesen sogar abstimmen und vernetzen.

Allerdings kann man gegenwärtig nur am Spiel teilnehmen, wenn man eine Einladung erhalten hat. Diesen „Invite-Code“ erhält man, nach Registrierung seiner E-Mail-Adresse auf www.ingress.com.  Nach aktuell 4 bis 6 Wochen kann es dann loslegen. Die Wartezeit  verkürzt, wer einen Beitrag zu „Ingress“ auf Google+ postet.

Gastbeitrag von www.ü50Forum.de

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